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Kategorie: Belletristik

Matrosenball

Matrosenball

von Michael Buschow Was macht man(n), wenn man in der heißen Adoleszentenphase wegen Sachbeschädigung am Auto eines gestrengen Lehrers der Schule verwiesen wird und wenn man zudem in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts lebt? Der frisch zum Ex- Eleven einer Eliteschule mit Naziprägung gewordene Michael Buschow braucht nicht lange zu überlegen. In seinem Buch Matrosenball schildert er in gewohnt anschaulicher bis deftiger Weise, wie er sich von seinen Eltern mit den Worten: “Ich werde jetzt Kapitän” verabschiedet und nach…

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Poller- Elly und Rattenpack

Poller- Elly und Rattenpack

Wenn Seeleute am Abend ihr Schiff im Hafen festgemacht haben, dann treffen sich die harten Männder – und Frauen – unter Deck, es werden Flaschen mehr oder weniger hochprozentigen Inhalts aufgemacht – und dann wird eifrig Seemannsgarn gesponnen. Michael Buschow hat in seinem Buch Poller- Elly und Rattenpack – Von ungewöhnlichen Menschen auf ungewöhnlichen Schiffen  in 17 kurzweilig zu lesenden Episoden die Menschen im Hafen in ihren Eigentümlichkeiten, ihrer Verschrobenheit und ihren Sehnsüchten vorgestellt. Ein Hauch Melancholie überdeckt die Geschichten…

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Trank der Vampire

Trank der Vampire

Regionale Krimis haben seit Jahren einen festen und treuen Leserstamm. Das Rezept hierzu ist so einfach wie wirkungsvoll: Man nehme einen gängigen Kriminalstoff – Mord, Entführung, Geiselnahme oder ähnliches -, lasse aber Bösewichte und verfolgende Helden nicht in der Anonymität agieren, sondern verlagere die Schauplätze für den lokalen Kenner nachvollziehbar und mit detaillierter Beschreibung auf den heimischen Wochenmarkt, in die Eckkneipe oder die Fußgängerzone. Folgt dann der Sprachgebrauch noch regionalen Eigenheiten, so ist allein aufgrund des Wiedererkennungseffektes ein treuer Leserstamm…

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Swamplandia

Swamplandia

Karen Russell wurde 1981 in Miami geboren. Sie studierte an der Northwestern University in Evanston/Illinois Englisch und Spanisch. Ihre Erzählungen sind unter anderem im “New Yorker”, in “Granta” und in “Best American Short Stories” 2007 erschienen. Swamplandia! ist ihr erster Roman. Swamplandia!, was für ein Name. Mit dem Teil Swamp, Sumpf, sind wir auf der Spur in die Sümpfe von Florida, in denen Swamplandia liegt, ein Vergnügungspark mit einer Alligatorenshow. Das Buch handelt von der Familie Bigtree, die diesen Park…

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Brooklyn

Brooklyn

Colm Tóibín wurde am 30. Mai 1955 in Enniscorthy, in Irland geboren. Tóibíns erster Roman The South wurde von der Zeit, die er in Barcelona verbrachte, inspiriert und von der Kritik enthusiastisch gefeiert. Neben Romanen schreibt Tóibín auch Sachbücher, und arbeitet neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit als Journalist und Literaturkritiker Die junge Eilis wandert nach Amerika aus. Dort sollen die Arbeitsverhältnisse besser sein als in irischen Heimat. Eilis hat keine richtige Beschäftigung, wird vielmehr von einer Ladenbesitzerin, Miss Kelly, zeitweilig beschäftigt,…

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Dinge, die wir heute sagen

Dinge, die wir heute sagen

Judith Zander wurde 1980 in Anklam geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Geschichte in Greifswald und anschließend am Literaturinstitut in Leipzig. Bresekow ist ein Dorf in Vorpommern und der Schauplatz des Buches Dinge, die wir heute sagen. Nach dem Tod ihrer Mutter, kommt Tochter Ingrid mit Mann und halbwüchsigem Sohn aus Irland zur Beerdigung. Mit diesem Ereignis lässt Judith Zander nicht nur Tochter Ingrid mit Familie, sondern auch die Familien Ploetz und Wachlowski zu Wort kommen….

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Der Herrscher der zwei Horizonte

Der Herrscher der zwei Horizonte

Wenn man über Personen der Geschichte wenig oder nichts weiß, so mag dies die Fantasie beflügeln: Was wäre, wenn… ? Eine solche Gestalt ist Setepen-re, die sechste Tochter von Nofretete und Ech-n-aton. Ihr Vater, als Amenophis IV. der neunte Pharao des ägyptischen Neuen Reiches, ist als religiöser Reformator in die Geschichte eingegangen; er führte Aton (die Abendgestalt des Sonnengottes Re) als einzigen Gott in den Götterglauben Ägyptens ein, wenngleich er die alten Götter nicht vollkommen ignorierte. Über Setepen-re wissen die…

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Solar

Solar

Ian McEwan, geboren 1948, lebt in London. Seine ersten Erzählungen wurden 1976 mit dem Somerset-Maugham-Award ausgezeichnet. 1998 erhielt er den Booker Prize, im Jahr darauf den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung. Der Roman Abbitte erhielt nicht nur amerikanische und britische Preise, sondern wurde 2004 als Bester Europäischer Roman ausgezeichnet. Solar beginnt: „Er gehörte zu jener Sorte Mann … die auf gewisse schöne Frauen erstaunlich anziehend wirkt. Jedenfalls wiegte er sich in dem Glauben, und der war bisher nicht erschüttert worden. Zugute kam…

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Literarische Spaziergänge auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Literarische Spaziergänge auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Hamburger Autoren erinnern an tote Kollegen Herausgegeben von Anna Bardi Es liegt schon einige Tage auf meinem Schreibtisch: „Literarische Spaziergänge auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Hamburger Autoren erinnern an tote Kollegen. Herausgegeben von Anna Bardi“. Es liegt da in sanftem, abgedunkeltem Hellgrün, weiße Schrift und rote Schrift, ein Bild mit einer Parkbank inmitten eines grünen Gartens auf der Titelseite, überzeugend schon dieses Cover – ein Buch, einladend zu einem Spaziergang, zu mehreren Spaziergängen – über einen Friedhof. Ich erinnere mich an…

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Das Eigentliche

Das Eigentliche

Iris Hanika, geboren 1962 in Würzburg, lebt seit 1979 in Berlin. Sie war feste Mitarbeiterin der Berliner Seite der FAZ und führt eine Chronik im Merkur. 2006 erhielt Iris Hanika 2006 den Hans Fallada Preis. Bisherige Veröffentlichungen “Katharina oder Die Existenzverpflichtung” (Erzählung, 1992), “Das Loch im Brot” (Chronik, 2003), “Musik für Flughäfen” (Kurze Texte, 2005), “Die Wette auf das Unbewußte oder Was Sie schon immer über Psychoanalyse wissen wollten” (mit Edith Seifert, 2006) sowie “Treffen sich zwei“ (2008). Das Eigentliche…

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